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Digitale Kommunikation: Der Wandel im Marketing

Die Welt spricht von Digitalisierung, ihren Chancen und wie mit ihren Risiken umgegangen werden sollte.

Die Realität, in der wir leben, liegt - gerade im Mittelstand und bei kleinen Unternehmen - oft weit weg von vollständig digitalen Geschäftsprozessen, künstlicher Intelligenz und Industrie 4.0.

Eher ist es so, dass wir derzeit einen Generation Clash in der Kommunikation der Generationen erleben, wie es ihn zuletzt vielleicht in den 50ern mit dem Rock ‚n‘ Roll gegeben hat. Das passiert auf einer sehr viel grundlegenderen Ebene, als dem, was für viele nur eine abstrakte Idee ist und pauschal als „Digitalisierung“ bezeichnet wird.

Inhaltsverzeichnis:

Digitalisierung beginnt mit Kommunikation

Wir erleben es in unserem Agenturalltag immer wieder: Es gibt Menschen, die die bevorstehenden Veränderungen kommen sehen – und solche, die die Augen ganz fest zu machen.

Die Menschen auf der einen Seite, die sich mit neuen Arten der Kommunikation nicht auseinandersetzen wollen, weil „es bis jetzt ja auch ohne ging“. Diejenigen auf der anderen Seite, denen klar ist, dass ihnen die Kundschaft, bei der es „auch ohne ging“, nicht nur langsam aber sicher wegstirbt, sondern dass heutige Kunden, egal welchen Altes, andere Ansprüche haben, als das „früher“ der Fall war.

Wenn wir hier von Kommunikation und Kommunikationsarten sprechen, meinen wir im ersten Schritt nicht einmal die Technik, die für die Kommunikation nötig ist, sondern die Art und Weise wie Menschen Informationen wahrnehmen, aufnehmen und verarbeiten.

Marketing muss heute von der Nachkriegsgeneration bis zu den so genannten „Digital Natives“ Menschen erreichen, die unterschiedlicher in ihren Kommunikationseigenschaften nicht sein könnten. Selbst wenn die gleichen Technologien genutzt werden, unterscheidet sich die Art der Kommunikation oft extrem.

Kommunikation als Schlüssel zur digitalen Markterschließung

Durch den stetigen Wandel in der Technologie entsteht zusätzlich zu den verschiedenen Arten der Kommunikation auch noch ein kontinuierlicher Wandel in der Wahl der Kommunikationskanäle. Kunden und Unternehmen begegnen einander heute anders als noch vor 10 Jahren. Dabei verändert sich nicht nur die potentielle Kundschaft, sondern insbesondere die Art, wie Kunden mit Unternehmen in Kontakt treten. Das erfordert, dass auch Unternehmen die Methoden und Kanäle überprüfen, mit denen sie versuchten, Kunden auf sich aufmerksam zu machen.

Marketing war bisher vornehmlich von Push-Werbung, linear und von einer klaren Sender-Empfänger – Konstellation geprägt. Das Unternehmen teilte etwas mit – der potentielle Kunde hörte, las oder sah. Eine direkte Kommunikation fand - im Rahmen des Marketings - selten statt.

Heute funktioniert Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden vielschichtiger und verläuft dabei deutlich weniger linear. Es wird insgesamt viel mehr kommuniziert. Ob nun in Kommentaren, Chats oder auch Online-Bewertungen. Dabei liegt den potentiellen Kunden diese Kommunikation oft mehr am Herzen, als den werbenden Unternehmen. Das lässt Kunden mitunter frustriert und unzufrieden zurück. Es gilt also, den Kunden die Kommunikationskanäle zu öffnen, die sie erwarten und nicht immer auf das Altbewährte zu setzen, weil es immer schon so war.

Zielgruppen verändern sich – auch durch Digitalisierung

Unternehmen bedienen in ihren Marketing-Maßnahmen eine selbst definierte Zielgruppe und glauben oft, dass diese Zielgruppe unveränderlich ist. Doch das oft vorgebrachte Zielgruppenargument („Die werden ja auch älter… dann passt das wieder…“) zieht hier nicht. Aus den heutigen Digital Natives werden auch in 20, in 30 oder in 50 Jahren nicht die 30, 40 oder 60-Jährigen werden, die wir heute kennen.

Denken wir doch mal an unsere Großeltern zurück. Die waren mit 50 schon ziemlich alt, hörten Schlager, schauten die tageschau und ihre Serien zu festen Zeiten, bestellten zweimal im Jahr aus dem Katalog und warteten eben zwei oder auch mal drei Monate, bis die Lieferung kam.

Unsere Eltern waren mit 50 schon nicht mehr ganz so alt. Ihre Musik war eine andere – sie gingen ins Kino, nahmen Sendungen mit dem Videorekorder auf und schauten, wann sie Lust dazu hatten und spulten während der Werbung einfach weiter. Man erinnere sich an den Aufschrei der TV-Werber, die nach Wegen suchten, das Weiterspulen in Werbeblöcken zu verhindern.

Digitalisierung ist kein Trend, sondern eine Anpassung

Und wir selbst? Wenn wir die 50 noch nicht hinter uns haben – oder vielleicht auch heute 50 sind? Wir streamen und wollen nicht darauf warten, dass montagabends eine Serie kommt, die wir sehen wollen. Wir überspringen Werbung und treiben uns in sozialen Netzwerken herum, recherchieren vor Anschaffungen online. Wir wollen unsere Freizeit nicht vom Fernsehprogramm oder anderen Außenfaktoren diktieren lassen. Wir wollen Öffnungszeiten, am Liebsten rund um die Uhr, heute bestellen und morgen ein Paket bekommen. Konzepte wie das Carsharing, Mobility as a Service oder auch Same Day Delivery gewinnen mehr und mehr Zuspruch. Die Welt scheint sich schneller zu drehen, besonders im Konsum, aber eben auch in der Kommunikation. Niemand hat mehr die Geduld, tage- oder gar wochenlang auf eine Antwort oder eine Information zu warten.

Und unsere Kinder? Diejenigen, die mit einer Maus in der Hand auf die Welt gekommen sind, um sie kurz darauf durch ein Smartphone zu tauschen, an dem sie fast schon festgewachsen scheinen? Für sie muss alles noch viel schneller gehen – ob nun Lieferungen, das Finden von Informationen oder auch der Konsum von Informationshäppchen. Flexibilität, die Unabhängigkeit von statischen Konstrukten ist das, was den Digital Natives im Blut liegt.

Wenn sich aber die 50-jährigen heute, vor 20 Jahren und vor 50 Jahren so grundlegend in ihrem Konsum unterscheiden – wie kann man glauben, dass die eigene (ältere) Zielgruppe in ihrem Verhalten gleichbleiben wird? Handlungsbedarf besteht also - unabhängig davon, ob man es aktuell mit einer internet-affinen Zielgruppe zu tun hat oder nicht

Digitalisierung bedeutet Wandel gestalten statt abzuwarten

Unser Denken als Marketer und Unternehmen muss sich hier ändern – wir müssen uns ändern. Die Art, wie wir mit unseren Kunden kommunizieren und der Content, den wir online bringen, muss sich ändern. Denn ja – auch das ist ein Teil der Digitalisierung. Sie besteht nicht nur aus virtuellen Assistenten, Robotern und Maschinen, die unsere Arbeit überflüssig machen. Sie besteht auch darin, sich selbst und sein Unternehmen anzupassen. An sich verändernde Marktbedingungen ebenso, wie an veränderte Ansprüche der eigenen Kunden. Nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis von Fakten, Analysen und gut durchdachten Strategien.

Komm mit uns auf eine Reise in die Zukunft deiner Kommunikation. Folge uns auf einem Weg, der auch dein Unternehmen für die Zukunft fit macht.

Wer die Digitalisierung im eigenen Unternehmen angehen will, kann sich gerne bei uns melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wir kommen gerne zu einem Erstgespräch vorbei. 

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