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Shops & eCommerce

Auch in Zeiten von Amazon, ebay und Alibaba/AliExpress wünschen sich immer mehr Unternehmen und Start-ups ein Geschäftsmodell, das auf einem eigenen Online Shop beruht. Mit den richtigen Produkten, guten Marketing und den richtigen Zielen kann ein Shop eine gute Ergänzung zum Hauptgeschäft sein - oder auch zum hauptgeschäft werden.

Inhaltsverzeichnis:

Preisdruck: Produktsuche startet bei Amazon

Tatsächlich ist es so, dass heute fast die Hälfte aller Onlineshopper ihre Produktsuchen direkt bei Amazon starten (lt. PwC - Studie). Niemand hat auf den nächsten Onlineshop gewartet und wer nicht bereits einen Namen hat, der hat es schwer.

Wer austauschbare Produkte anbieten will, die irgendwo bei Amazon, ebay und Co. ganz bestimmt günstiger zu finden sind, dem muss klar sein, dass er nur ein einziges Mittel für den Verkauf hat: Den Preis

Nun ist es aber so, dass ein Onlineshop - im Vergleich zu einer Website - teurer ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Warenkorb am Ende 2,95 Euro umfasst oder 295 Euro. Letztlich kostet der Verkauf immer dasselbe. Und auch die Erstellung des Shop hat immer eine preisliche Basis, die durch die grundlegenden Shopfunktionen gelegt wird. Egal, ob kleine Produkte verkauft werden oder große, ob viele Produkte eingestellt werden oder weniger.

Lebensdauer und Kalkulation sind das A und O

Dabei meinen wir nicht die Kalkulation von Preisen, sondern vielmehr die Frage: Wird der Shop in seiner Lebensdauer in der Lage sein, die Erstellungskosten wieder herein zu holen?

Lebensdauer? Ja, ganz recht. Auch ein Shop hat eine begrenzte Lebensdauer. Wie auch eine Website muss die technische Basis ab und an angepasst werden - oder im Idealfall auch mit dem Unternehmen mitwachsen.

Ansprüche der Onlineshopper

Abgesehen von den Kosten, die die Erstellung eines Onlineshops so mit sich bringt, muss der künftige Onlinehändler sich klar machen, dass das Betreiben eines Shops weder die Lizenz zum Gelddrucken ist, noch leicht verdientes Geld. Konsumenten sind nämlich verwöhnt. Sie wollen Lieferungen am nächsten Tag, keine oder maximal günstige Versandkosten und einen rund um die Uhr - Service.

Ein Shop ist vieles, aber ganz bestimmt kein Selbstläufer.

Spezialfall: Der Shop soll primär gar nicht verkaufen, sondern dient der Digitalisierung bestimmter Unternehmensprozesse

Einen Sonderfall bilden da Shops, die primär gar nicht eigenständig verkaufen sollen, sondern als eine Art Serviceleistungs für einen bereits bestehenden Kundenstamm dienen sollen. Ein Beispiel wäre hier ein Handwerksbetrieb, der Großküchensysteme bei seinen Kunden einrichtet. Dieser Betrieb verkauft über seinen Shop spezielle Spülmittel, Wasserfilter u.ä., das die Kunden üblicherweise selbst einbauen oder einsetzen, ohne ihn dafür ausrücken zu lassen. Nun wir die Bürokraft bisher trotzdem per Telefon oder Mail von anderen Arbeiten abgehalten, um diese - für den Handwerker - marginalen Bestellungen aufzunehmen und zu bearbeiten.

Hier kann ein Shop sinnvoll sein, der diese Anfragen “abfängt” und so die eigenen Mitarbeiter entlastet - und dem Kunden das gute Gefühl gibt, dass er seine Anfrage schnell platzieren konnte.

Spezialfall: Der Shop als Ergänzung zum lokalen Geschäft

Hat man ein bereits etabliertes Unternehmen oder gar Handelsgeschäft, das lokal ansässig ist, kann ein Onlineshop eine Ergänzung zu diesem Geschäft bilden. Mit einem Onlineshop lassen sich dann neue Zielgruppen erreichen, gleichzeitig profitiert man bereits von dem Ruf, den man sich lokal erarbeitet hat. So ist es beispielsweise mehr als wahrscheinlich, dass zufriedene Kunden der Social Media - Präsenz eines lokalen Händlers folgen und diesen somit überregional bekannt machen. Menschen sind heute nicht mehr so stark an eine Region gebunden, wie das früher der Fall war. Man kennt heute Menschen in Hamburg, Berlin und München, im In- und Ausland.

Um ein lokales Geschäft durch eine Shoperstellung um ein Standbein zu erweitern, braucht es aber eine wohldurchdachte Strategie und einige Social Media - und Markting - Anstrengungen.

Natürlich ist dieser Weg nicht für jedes Unternehmen sinnvoll: Der lokale Bäcker wird auch über einen Shop nicht seine Sonntagsbrötchen international verkaufen.Bei guten Torten, die tiefgekühlt werden können, sieht das vielleicht schon wieder anders aus. Die Ergänzung des lokalen Geschäfts um einen Onlineshop ist also immer auch ganz extrem von den vertriebenen Produkten abhängig.

Für welche Produkte lohnt eine Shop Erstellung

Die Shop Erstellung lohnt sich vor allen Dingen für Produkte, die:

  • keine Massenware sind
  • nicht vergleichbar sind
  • eine besonderes Zielgruppe haben (die vielleicht Amazon & Co. meiden oder B2B-Kunden)

Für alle Produkte, die austauschbar sind und bei denen der Kunde kein besonderes Interesse an deren Ausgestaltung hat, wird es schwierig, einen eigenen Shop ans Laufen zu bringen. Der Marketing - Aufwand ist dann sehr hoch. Schaut man z.B. Zalando an, die mit Schuhen und Kleidung sehr austauschbare Produkte verkaufen, haben sie sich dank eines guten Marketings dennoch gegen Konkurrenz durchgesetzt - Zalando ist heute eine Marke und kein Shop. Und genau das muss ein Shopbetreiber erreichen, der austauschbare Produkte vertreibt: Zur Marke werden.

Auch all diejenigen, die eine spezielle Zielgruppe haben, können sich mit einem Onlineshop gegen Amazon & Co. positionieren. Ein Spezialfall sind hier tatsächlich Unternehmen. Noch immer ist es auf Amazon nicht ganz einfach, eine Rechnung zu bekommen, die die Finanzämter anerkennen. Daher bestellen viele Firmen ihren Bürobedarf bei spezialisierten Händlern. Auch Produkte, die eine Privatperson sicher eher bei Amazon oder ebay beziehen würde.

Produkte, die nicht vergleichbar oder individualisiert sind, sind ebenfalls geeignet, um einen eigenen Shop zu betreiben.

Spezialfall: Konfigurator

Immer mehr Menschen wünschen sich individuelle Produkte. Ob das nun die Tasse mit dem Konterfei des eigenen Kindes ist, die Lampe, die farblich auf das eigene Wohnzimmer abgestimmt ist oder ein individuelle gelasertes Firmenschild ist.

Der Einsatz von Konfiguratoren im Shop bietet ein Maß an Individualität, mit dem ebay & Amazon - Händler nicht mithalten können.

Schau dir mal an, was einer unserer Kunden macht: Konfigurierbare Dreibeinlampen, mit wenigen Grundelementen kann er über den Konfigurator im Shop über 1000 verschiedene Varianten seiner Lampen anbieten.

Konfigurator ansehen

Wahl des Shopsystems

Die Wahl des Shopsystems hängt von einer Vielzahl äußerer Faktoren ab: Da wäre zunächst die Frage nach eine Warenwirtschaft. Wenn ein Unternehmen bereits eine Warenwirtschaft nutzt oder in absehbarer Zeit zum Einsatz kommen muss, sollte ein Shopsystem gewählt werden, das entsprechende Schnittstellen bereits mitbringt. Denn die individuelle Programmierung von Schnittstellen ist meist ein großer Kostenfaktor. Es macht hier also Sinn, sich vor der Shop Erstellung genau Gedanken zu machen, welche Software rund um den Shop ansonsten eingesetzt werden soll.

Neben der Warenwirtschaft wären da auch noch der Einsatz eines Multi Channel Connector wie Dream Robots, Plentymarket oder After Buy , mit dem der Vertrieb über verschiedene zusätzliche Plattformen, wie Amazon oder ebay möglich ist, aber zum Beispiel auch die Kooperation mit einem Fulfilment - Anbieter. Auch hier gilt: Vorhandene Schnittstellen sollten genutzt werden, wenn möglich.

Beratung bei der Shop Erstellung und E-Commerce - Projekten

Uns im WERK 70 ist die Beratung vor einer Shop Erstellung sehr wichtig - wir werden immer erstmal viele Fragen stellen und nie ein 08/15 - Angebot erstellen. Shop ohne Beratung gibt es bei uns nicht. Viele mussten in unseren Gesprächen schon einsehen, dass die Kosten für einen Shop einfach niemals wieder hereinzuholen sind und dass die eigenen Vorstellungen doch weiter von der Realität entfernt lagen, als man dachte. Die Shops, die wir dann aber letztlich umgesetzt haben, laufen auch wirklich gut und vor allen Dingen: Sie lohnen sich für ihre Betreiber.

E-Commerce muss aber nicht unbedingt ein Online-Shop sein - es gibt E-Commerce auch anders. Neugierig?

Wir können gerne bei einem Kaffee darüber reden!