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Authentizität statt Stockphotos

Webseiten leben heute – mehr denn je – von eindrucksvollen Bildern.

Einer der Trends, der sich in Sachen Webseiten 2015 abgezeichnet hat sind große, ansprechende Bilder, die viel Platz auf der Webseite einnehmen. Dies ist u.a. den größer werdenden Monitoren an stationären Rechnern und der immer besser werdenden Auflösung der Geräte zu schulden.

Inhaltsverzeichnis:

Bilder können Geschichten erzählen – anmachen oder abschrecken.

Nur ist es auch im Jahr 2015 nicht unbedingt einfach geworden, an wirklich eindrucksvolle Bilder zu kommen. Fotografen kosten Geld – Models und Locations in aller Regel auch. Je nachdem, wen man bucht, ist man schnell ein gefühltes Vermögen los, nur weil jemand „die Kamera drauf gehalten hat“.

Wer aber selbst einmal versucht hat, gute Fotos zu schießen, dem ist schnell klar, dass ein guter Fotograf eben einiges mehr leistet, als nur „die Kamera drauf zu halten“ und ein „Knöpfchen zu drücken“.

Dennoch scheuen gerade kleine und mittlere Unternehmen den Schritt, einen Profi zu engagieren.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Angefangen bei den (meist nur angenommenen) Kosten, bis hin zu der Sorge, dass man selbst, wenn man seine Nase als Unternehmer hinhält, gar nicht so toll aussieht, wie ein glattgebügeltes Model.

Fluch und Segen: Herstellerbilder

So greifen viele KMU auf ein sehr einfaches und meist auch günstiges Mittel zurück: Herstellerbilder. Ob das nun Reviderm und Barbor im Kosmetikbereich, Brillux bei den Malern, Vissmann und Villaroy Boch im Sanitärbereich sind: Alle bieten ihren Kunden tolle Produkt- und Milieubilder an. Professionell bis zum Geht-nicht-mehr.

Und ja – die Bilder sind gut. Mitunter sogar phantastisch. Tolle Models, tolle Settings, noch tollere Fotografen.

Am Ende steht ein glattgebügeltes, rundgelutschtes Bild, von dem jeder, der es sieht weiß: Das hat ein Profi gemacht.

Und: Das ist nicht echt.

Das Problem mit der Authentizität bei der Verwendung von Herstellerbildern

Genau das ist dann auch einer der ganz großen Knackpunkte bei diesen durch und durch professionalisierten Fotos: Jeder weiß, dass sie es sind.

Mein Büro wird niemals aussehen, wie in Schöner Wohnen. Wenn ich meine Fassade erneuern lasse, wird mein Haus trotzdem nicht aussehen, wie eine Hollywoodvilla. Wenn ein Gärtner in meinem Garten war, wird er nicht aussehen, wie die Herrenhäuser Gärten. Und wenn ich bei der Kosmetikerin war, werde ich nicht aussehen, wie ein 20-jähriges Model nach zwei Stunden in der Maske.

Es fehlt also die Identifikation – natürlich hätte man gerne die Hollywood-Villa, den parkartigen Garten und die Haut einer 20-jähigen.

Hat man aber nicht.

Weiß man auch.

Und mehr noch: Man weiß auch, und wenn nur unterbewusst, dass einem das Produkt X oder der Dienstleister Y da auch nicht wirklich weiter helfen kann.

Seit Jahren regen sich die Menschen darüber auf, dass in einschlägigen Print-Magazinen Minderjährige für Anti-Falten – Creme werben. Herstellerbilder sind ungefähr das gleiche Prinzip. Sie verkaufen eine schöne, heile Welt, wo es keine gibt.

Unsere Erfahrung und viele Gespräche haben uns gezeigt, dass Webseitenbesucher viel lieber „echte“ Bilder sehen würden. Echte Referenzen, echte Menschen, ohne Modelvertrag oder stundenlange Maske. Ein ehrliches Lächeln des Chefs, ein Vorher/Nachher – Vergleich vom 70er Jahre – Badezimmer in grün, hin zum hell und freundlich gefliesten Bad, das auch das eigene sein könnte

Das sind die Dinge, die Besucher auf der Webseite gerne sehen möchten.

Weil sie glaubhaft sind – eben authentisch.

Das Problem der Austauschbarkeit

Abgesehen von dem Problem der Authentizität begibt sich jeder, der mit Herstellerbildern für sein eigenes Unternehmen oder Produkt wirbt, in eine weitere Falle.

Herstellerbilder stehen eben nicht nur einem Verwender zur Verfügung, sondern auch den eigenen Mitbewerbern. Gerade in Branchen, in denen Hersteller wirklich „schöne“ Bilder bieten, werden Unternehmen so austauchbar.

Unser Beispiel: Kosmetikerinnen mit Barbor-Bildern

Die hier gezeigten Webseitenausschnitte stammen von Anbieterinnen aus dem gesamten Bundesgebiet:

  • 01barbor02
  • 02barbor04
  • 03barbor06

Es handelt sich hier tatsächlich um 7 verschiedene Webseiten!

Und es ist immer wieder – wenn auch an verschiedenen Positionen – das gleiche Model zu sehen. Scheinbar sogar aus der gleichen Fotoreihe. Das macht die Studios optisch austauschbar. Wenn ich einige Seiten angeschaut habe, weiß ich gar nicht mehr: War das Anbieter A oder B?

Wer sich aber mit den Mitbewerbern „gleichschaltet“, kann sich – zumindest für Neukunden – nur noch über den Preis positioniern. Das Alleinstellungsmerkmal ist hin.

Anders geht es so: Individuelle Bilder und Herstellerbilder im Mix

Auch wir haben mehrere Kundinnen aus dem Kosmetik-Bereich. Diese Kundinnen haben jedoch Bilder von Fotografen machen lassen. Die Anmutung der Webseiten unterscheidet sich dadurch stark:

rosesteffen bsp

cbc bsp

Niemand würde diese zwei verwechseln – ganz im Gegenteil. Man sieht, dass hier echte Menschen fotografiert wurden.

Das bedeutet nun nicht, dass auf diesen Seiten auf Herstellerbilder oder auch Stockfotos verzichtet wird – der Einsatz bleibt aber sporadisch – dort, wo es thematisch passt.

Gegen einen vernünftigen Mix aus authentischen Bilder und solchen von Herstellern oder aus den einschlägigen Bilddatenbanken spricht natürlich nichts. Solange der Wiedererkennungswert nicht verloren geht.

Und wenn man sich doch mal traut: So schrecklich teuer sind die meisten Fotografen gar nicht 😉

Wer einen „heißen“ Tipp braucht, kann sich gerne bei uns melden – wir empfehlen gerne die Fotografen, mit denen wir schon zusammengearbeitet haben, weiter.

Inspiration mit guten Fotos, die nicht von der Stange kommen

Wer noch ein bisschen Inspiration braucht, was Fotos für die eigene Seite angeht, kann gerne mal bei unseren Kunden vorbei schauen:

www.foto-christ.de (Fotograf für dein Leben)

www.josyart.de (Fotografin – mit tollen Bildern)

www.pico-bello.gmbh (Ein guter Fotograf bringt auch den mürrischsten Handwerker zum Lachen!)

www.alpha-female.de (Wrestlerin mit Bildern von verschiedenen Fotografen)